Kosten

Wenn Sie uns aufsuchen, erwarten Sie von uns einen verbindlichen anwaltlichen Rat, den Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen können. Genau an diesem Punkt unterscheidet sich die anwaltliche Beratung von einer bloßen Gefälligkeitsäußerung, da wir für die Richtigkeit der erteilten Auskunft haften. Die anwaltliche Tätigkeit ist daher eine Dienstleistung, die - wie jede andere Dienstleistung auch - bezahlt werden muss.

Leider ist es nicht möglich, an dieser Stelle eine Übersicht über die etwa entstehenden Kosten zu erstellen, da diese von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel dem Umfang der anwaltlichen Tätigkeit, dem Streitwert oder auch dem Rechtsgebiet Ihrer Angelegenheit abhängig sind.

Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass sich der Anwalt die Höhe der Gebühren nicht "ausdenkt". Die Vergütung der Rechtsanwälte ist in dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Hier finden sich die gesetzlichen Gebühren, die sich danach richten, was der Anwalt tatsächlich getan hat. Soweit nicht für den Einzelfall eine abweichende Vereinbarung mit Ihnen getroffen wird, sind die gesetzlich geregelten Gebühren auch Grundlage der Abrechnung.

Bitte scheuen Sie sich nicht, uns bei Ihrem Besuch in meiner Kanzlei über die Höhe der entstehenden Gebühren zu befragen. Die voraussichtlichen Kosten lassen sich konkret beziffern, sobald Klarheit über den Umfang der anwaltlichen Tätigkeit besteht.

Ist der Auftraggeber Verbraucher sind die Kosten für eine Erstberatung sind allerdings durch das Gesetz begrenzt, hier darf höchstens eine Gebühr in Höhe von 190,00 Euro abgerechnet werden. In der Regel sind die Kosten für eine Erstberatung jedoch niedriger als diese Höchstgebühr.

Wer es sich finanziell nicht leisten kann, den Anwalt selbst zu bezahlen, kann für die Beratung bzw. die außergerichtliche Tätigkeit bei der Rechtsantragsstelle des für den Wohnsitz zuständigen Amtsgerichts einen sogenannten Beratungshilfeschein beantragen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung von Beratungshilfe vor, werden die Kosten bei dem Amtsgericht abgerechnet und Sie müssen lediglich eine Gebühr in Höhe von 10,00 Euro bezahlen. Wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommt, kann die staatliche Prozesskostenhilfe in Anspruch genommen werden. Bei beiden Möglichkeiten müssen Sie Ihre finanziellen Verhältnisse gegenüber der Behörde offen legen und es wird von dieser (nicht vom Anwalt!) geprüft, ob die Voraussetzungen für die Bewilligung vorliegen.

Soweit Sie rechtsschutzversichert sind und Ihre Versicherung eintrittspflichtig ist, rechnen wir die Gebühren bei Ihrer Versicherung ab, falls Sie die Kosten nicht verauslagen möchten.

Wir möchten Sie noch darauf hinweisen, dass die anwaltlichen Gebühren im Rahmen einer strafrechtlichen Verteidigung von Ihrem Rechtsschutzversicherer grundsätzlich dann nicht getragen werden, wenn Ihnen die Begehung einer vorsätzlichen Straftat vorgeworfen wird. Hierüber werden Sie im Einzelnen in einem persönlichen Gespräch ausführlich informiert.